» Das Reizen beim Skat

Nachdem alle Spieler ihre Karten erhalten und aufgenommen haben, folgt der erste Teil des Spiels, das „Reizen“, was für Anfänger meist zugleich den kompliziertesten Teil darstellt, da man die Spielwerte entweder auswendig kennen oder im Kopf berechnen muss. Beim Reizen fordert der Spieler, der zuerst die Karten erhalten hat (Vorhand) seinen linken Nachbarn (Mittelhand) zum Reizen auf. Im Laufe dieses Prozesses der beiden, hat jeder von ihnen die Möglichkeit zu passen. Dies ist sogar auch von vornherein schon möglich. Der „Sagende“ nennt dem „Hörenden“ immer einen höheren möglichen Spielwert. Der Gewinner dieses Reizprozesses hört sich daraufhin dann die ‚Gebote der „Hinterhand“, der dritten Person an. Der Spieler, der als Sieger aus dem Reizen hervorgeht, weil er die höchsten Gebote abgegeben hat, wird zum Alleinspieler und tritt gegen die anderen beiden Spieler an, die zusammen spielen. Eine Absprache unter diesen während des Spiels ist nicht erlaubt und als Regelverstoß zu sehen. Der Alleinspieler bestimmt die Spielart und erhält den Skat.

Der Spielwert richtet sich nach der Spielart, nach den Karten des Alleinspielers, nach der angesagten Gewinnstufe und muss immer mindestens genau so hoch sein wie das abgegebene Reizgebot, mit dem das Reizen gewonnen wurde. Stellt sich nach dem Spiel heraus, dass man das abgegebene Reizgebot nicht erreicht hat, so hat der Alleinspieler „überreizt“ und ist Verlierer des Spiels.

Will kein Spieler ein Reizgebot abgeben, ist das Spiel als eingepasst anzusehen, was entsprechend notiert und nicht wiederholt wird, so dass der nächste Geber erneut die Karten gibt. In Freizeitspielen wird hier meist ein Ramsch mit den bereits ausgeteilten Karten gespielt, was aber nicht zu den offiziellen Skatregeln gehört.

 

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